Keltische Musik schwappt über den Atlantik. Holt sich dort zwischen den Sümpfen Louisianas und dem amerikanischen mittleren Westen Inspiration und Instrumente, findet auf wundersame Weise den Weg in die Schweiz.

Jeanie Johnston, so hiess der Kahn, der während der grossen Hungersnot Tausende von Irinnen und Iren sicher nach Amerika schaukelte. Im Gepäck hatten sie das Heimweh nach der alten und die Neugier auf die neue Heimat. Auf der aktuellen CD „Tales from the Shore“ erzählen Jeanie Johnston genau diese Geschichten von Übergängen und Neuanfängen, von Flucht – auch vom Tod. Schlicht vom Leben. Dabei bedient sich die Band beim musikalischen Kulturschatz der Alten Welt, und dem, was sich in der Neuen Welt daraus entwickelt hat - von Celtic Folk, über Bluegrass bis Blues und Jazz.

Die Sängerin und die drei Instrumentalisten sind musikalisch mit vielen Wassern gewaschen. Gut ausgebildet und in verschiedensten Bands aktiv, fliessen hier Können, Spielfreude und Herzblut der Musiker*innen zusammen. Sei es in Eigenkompositionen oder auch in Traditionals, die sie sich auf den Leib schneidern.